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Glasfaser-Ausbau für die Steiermark

EQOS Energie startet Breitband-Pionierprojekt für Energie Steiermark

Zwar betreibt der Landesversorger Energie Steiermark schon bisher eine eigene Breitband-Infrastruktur entlang des landesweiten Hochspannungsnetzes, doch um den steigenden Anforderungen zukünftiger digitaler Anwendungen gerecht zu werden, ist kürzlich eine Glasfaser-Ausbaustufe gestartet, die gleichzeitig eine Premiere ist. Experten von Energie Steiermark und EQOS Energie erweitern die bisherige Infrastruktur um neuartige Hochleistungs-Glasfaserkabel, die erstmalig in Österreich auf bestehende 110 kV-Freileitungen montiert werden. Energie Steiermark und EQOS Energie rollen die neue Technologie derzeit landesweit auf rund 520 Kilometer Freileitungen aus und nehmen damit in ganz Österreich eine Vorreiterrolle beim Glasfaser-Ausbau ein.

Die erstmals auf 110kV-Freileitungen eingesetzten sogenannten All-Dielectric Self-Supporting-Fernmeldelufthängekabel (ADSS-Kabel) werden in Zukunft eine wichtige Rolle beim Breitbandausbau spielen. Wie herkömmliche Glasfaserleitungen können sie Signale bis zu 100 Kilometer ohne Verstärkung übertragen, bieten aber eine vielfache Kapazität bei gleichzeitig deutlich geringerem Gewicht. Dadurch sind sie auf bestehenden Freileitungen gut montierbar und halten den Belastungen von Wind und Eis problemlos stand. Möglich ist das durch eine Kunststoff-Konstruktion ohne metallische Teile, die stark genug ist, ihr eigenes Gewicht über Distanzen bis zu 700 Meter selbst zu tragen.

Im Schnitt arbeiten rund 25 Experten von EQOS Energie, vom Standort Mittersill in Salzburg, an dem Projekt. Zu den Spitzenzeiten, etwa wenn wegen nötiger Abschaltungen der Freileitungen nur am Wochenende gearbeitet werden kann, sind bis zu 35 Mann im Einsatz. Bis zum Frühjahr 2019 sollen die Arbeiten abgeschlossen und die Infrastruktur in Betrieb genommen werden. „Wir freuen uns, gemeinsam mit der Energie Steiermark ein so wichtiges Leuchtturmprojekt zur landesweiten Versorgung mit schnellem Glasfaser-Internet realisieren zu können und wollen damit auch neue Möglichkeiten für die Digitalisierung erschließen“, erklärt Eric Mendel, Business Unit-Leiter Kommunikationstechnik bei EQOS Energie.