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Zuschlag erhalten: EQOS Energie erneuert 15 Kilometer Doppelleitungen für Netz Niederösterreich

EQOS Energie übernimmt Ersatzneubau der Doppelleitungen zwischen Umspannwerken Deutsch Altenburg und Lassee.

EQOS Energie hat von der Netz Niederösterreich GmbH den Zuschlag zur Erneuerung der Doppelleitungen zwischen den Umspannwerken Deutsch Altenburg und Lassee erhalten. Das mit 7,5 Millionen Euro dotierte Projekt ist im Februar 2021 gestartet, fertiggestellt soll es bereits Ende September 2022 werden. Während der Bauarbeiten werden die Freileitungsbau-Experten von EQOS Energie auf einer Strecke von 15 Kilometern den Ersatzneubau der 110 kV-Doppelleitung Deutsch Altenburg-Lassee betreuen. Zum Projekt gehört auch die Neuanbindung der sich über 800 Meter erstreckenden 110 kV-Leitung Lasse-Untersiebenbrunn, welche zukünftig in das geplante Umspannwerk Lassee geführt wird.

Besondere Auflagen zum Schutz von Archäologie und Natur

Der Ersatzneubau erfordert gleich in mehrfacher Hinsicht höchste Sorgfalt und ist an besonders strenge Auflagen gebunden. So durchläuft die 15 Kilometer lange Doppelleitung die – für ihre römischen Ausgrabungen bekannte – Marktgemeinde Petronell-Carnuntum.

Daher gelten in diesem Abschnitt, in welchem sich sowohl die bereits bestehende als auch die neu geplante Leitungstrasse befinden, besondere Auflagen zum Schutz der archäologischen Kulturgüter. Die restliche Trasse durchläuft fast gänzlich das Naturschutzgebiet des 9.600 Hektar großen und zum Schutz einer der letzten großen unverbauten Flussauen Mitteleuropas angelegten „Nationalpark Donau-Auen“.

Gerald Adelsgruber, Leiter des österreichischen Profit Centers im Freileitungsbau bei EQOS Energie: „Trassen, die derart sensible Gebiete durchkreuzen, erfordern eine ungemein sorgfältige und präzise Planung, um eine Vielfalt an Faktoren – von der jeweiligen Bodenbeschaffenheit bis zu Brutzeiten seltener Vogelarten im Nationalpark – zu berücksichtigen. Daraus abgeleitet gelten besonders strenge Auflagen im Natur- und Denkmalschutz. Die Projektplanung erfolgt daher in engster Abstimmung mit allen Behörden und erfordert eine besonders langfristige Planung.“

Auch das Grundwasser spielt in der Projektumsetzung, insbesondere bei der Fundierung, eine große Rolle. Die Teams von Adelsgruber kennen sich damit aber bestens aus: Aufgrund der zahlreichen länderübergreifenden Projekte sind sie sehr erfahren darin, Maßnahmen zu ergreifen, um das Grundwasser wieder sicher abzusenken. „Der Eintritt von Grundwasser kann den Baufortschritt beeinträchtigen. Daher achten wir darauf, den Grundwasser-Pegel in der Baugrube auf gleicher Höhe zu halten, beispielsweise durch die Errichtung der Wasserhaltung und mit zusätzlicher Baugrubensicherung,“ fügt Adelsgruber an.