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EQOS Energie erhält Großauftrag zur Neuelektrifizierung der Gailtalbahn

Experten-Know-How und Spezialgerät sollen neue Masten in Rekordzeit ermöglichen – rund 900 Stück bis Ende 2019 geplant

Während Umbauten bestehender Strecken und Bahnhöfe zum täglichen Geschäft in der Bahntechnik gehören, sind Neuelektrifizierungen in einem Land mit einem gut ausgebauten Schienennetz wie Österreich eine Seltenheit. Umso spannender ist der Auftrag, den EQOS Energie kürzlich von den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) für sich entscheiden konnte: Die Gailtalbahn in Österreichs südlichstem Bundesland Kärnten soll im Abschnitt zwischen Arnoldstein und Hermagor elektrifiziert werden. Dazu errichten Experten von EQOS Energie in zwei nur wenige Wochen dauernden Bauphasen rund 900 Fahrleitungsmaste für die neue Oberleitung auf der ca. 31 Kilometer langen Strecke.

Da der Fahrbetrieb auf der Strecke während den Bauarbeiten eingestellt werden muss, kommen hauptsächlich sogenannte Rammpfahlfundamente zum Einsatz, die im Vergleich zu klassischen Betonfundamenten deutlich schneller gebaut werden können. EQOS Energie stellt dafür die Experten mit dem nötigen Know-How und zwei hochspezialisierte Gerätschaften: Mit einem Rammgerät werden zuerst die vorgefertigten Rammköcher, die als Fundamente für die Fahrleitungsmaste dienen, in den Boden geschlagen. Danach werden mit einem Maststellgerät die Fahrleitungsmasten errichtet. Im Schnitt sind durchgehend zehn bis 15 Personen mit den Arbeiten beschäftigt.

Die Streckensperren sind für die Zeiten vom 9. Juli bis 11. November 2018 bzw. 8. Juli bis 14. Dezember 2019 vorgesehen, für Mitte Dezember 2019 ist die planmäßige Aufnahme des elektrischen Bahnverkehrs zwischen Arnoldstein und Hermagor geplant. Die gesamten Fundierungs- und Maststellarbeiten müssen in den beiden Schwerpunktphasen in den Sommermonaten 2018 und 2019 bereits im Juli stattfinden, da unmittelbar danach die Oberleitungsarbeiten beginnen. Aufgrund dieses straffen Zeitplans ist eine genaue Planung entscheidend.

„Die größte Herausforderung bei der Neuelektrifizierung einer eingleisigen Strecke wie der Gailtalbahn liegt in der Logistik, denn es muss während der beiden kurzen Bauphasen alles auf der Strecke selbst ohne Ausweichmöglichkeit zu- und abtransportiert werden. Daher ist eine perfekte Planung und ein detailliertes Arbeitsprogramm unabdingbar – wo wird das Material gelagert, wie wird es an- und abgeliefert, wann kommen die Spezialgerätschaften zum Einsatz. Dank unseren erfahrenen Experten-Teams können wir diese Herausforderung in Rekordzeit umsetzen“, erklärt Bernhard Schuller, Geschäftsfeldleiter Bahntechnik bei EQOS Energie.