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Helikoptereinsatz im Naturschutzgebiet Peenetal

EQOS Energie realisiert Teilrückbau der 220-kV Freileitung im Auftrag der 50Hertz

Im Auftrag von 50Hertz baut EQOS Energie 68 Maste der 220-kV Freileitung Lubmin-Janow zurück. Besondere Herausforderung: Die Maste 86 bis 89 befinden sich im Naturpark „Flusslandschaft Peenetal“. Dieser Bereich ist als Naturschutz- und Vogelschutzgebiet sowie Flora-Fauna-Habitat Bereich besonders geschützt. Daher können die Mastteile nur mit einem Kranhubschrauber abtransportiert werden. Zudem sind die Standorte teilweise nur über Wasser erreichbar. „Arbeiten in sehr sensiblen Bereichen, wie dem Naturschutzgebiet erfordern besonders hohe Anforderungen beim Arbeits- und Umweltschutz“, erklärt Carsten Sommer, Geschäftsfeldleiter Freileitung EQOS Energie.

Für einen reibungslosen Ablauf beim Abtransport mit dem Helikopter wurden aufwendige Vorbereitungen getroffen. Hierzu wurden die Arbeitsgeräte, Materialien und die Sicherheitsausrüstung zu den Standorten gebracht sowie die Masten für den schnellen Abtransport vorbereitet. Insgesamt werden pro Mast zwei bis drei Anflüge benötigt, um alle demontierten Bauteile aus dem Naturschutzgebiet zu entfernen.

Die Anfahrt der Monteure und der Transport von Arbeitsgeräten sind teilweise nur auf dem Wasserweg mit Booten möglich. Zudem führen große Abschnitte der Zuwegungen zu den Maststandorten durch dichtes Unterholz und sumpfiges Gebiet. Arbeitssicherheit und Umweltschutz genießen höchste Priorität. Um einen sicheren Zugang für die Monteure zu erhalten, wurden nach Abstimmung vereinzelt Pflanzen zurückgeschnitten. Über einen bestehenden Graben musste ein Steg aus unbehandeltem Holz gebaut werden. Da bei einem der Maste der Rückbau des Fundamentes nur mit Hilfe eines Baggers möglich ist, wird entsprechend der Vorgaben von 50Hertz ein ca. 400 Meter langer Fahrweg aus Metallplatten errichtet. Durch die Verwendung dieser miteinander verschraubten Metallplatten wird der Eingriff in das Bodengefüge auf ein Minimum reduziert, außerdem wird der Boden an diesen Stellen kaum verdichtet.

In der Vorbereitungsphase des Projektes prüfte EQOS Energie gemeinsam mit 50Hertz und der Naturparkverwaltung verschiedene Varianten um unnötige Eingriffe in den Lebensraum von Pflanzen und Tieren zu vermeiden und somit den anspruchsvollen Anforderungen des Naturschutzes gerecht zu werden. In der finalen Variante konnte damit gleichzeitig ein sicheres Arbeitsumfeld für die ausführenden Monteure geschaffen werden. Neben der Schulung auf relevante Sicherheitsaspekte absolvierte jeder Mitarbeiter vorab eine Unterweisung, die speziell auf die Gegebenheiten und den Umweltschutz hinwies. In Bezug auf die möglichen Zugänge zu den Masten entwickelte EQOS Energie auf die einzelnen Standorte zugeschnittene Maßnahmen. „Die Standards für unser HSEQ, was für Health, Saftey, Enviroment und Quality steht, sind in einem integrierten Managementsystem verankert, welches vom TÜV Süd geprüft und zertifiziert wurde“, so Carsten Gärtner, Geschäftsführer EQOS Energie Deutschland. „Gekoppelt mit unserer langjährigen Freileitungsexpertise im Umgang mit komplexen Gebieten sind wir ideal für dieses Projekt aufgestellt.“