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Millionenprojekt geht an EQOS Energie

TenneT TSO GmbH vergibt rund 35-Millionen-Euro-Projekt über den Neubau der 380-kV-Freileitung

EQOS Energie setzt im Auftrag der TenneT TSO GmbH das rund 35-Millionen-Euro-Freileitungsprojekt um. Dabei geht es um die Errichtung eines 22,6 Kilometer langen Abschnittes, als Teil der ca. 140 Kilometer langen 380-kV Freileitung zwischen Brunsbüttel und der dänischen Grenze in Schleswig Holstein. EQOS Energie errichtet den zweiten Bauabschnitt zwischen St. Michaelisdonn und Heide. Noch in diesem Jahr starten die Bauarbeiten, die in einer länderübergreifenden Kooperation zwischen Freileitungsexperten aus Deutschland und Österreich realisiert werden.

„Ich freue mich sehr, dass sich die TenneT bei diesem zukunftsorientierten Projekt für unser Unternehmen entschieden hat“, so Eric Mendel, CEO der EQOS Energie Gruppe. „Das zeigt uns einmal mehr, dass unsere umfassende Expertise und gerade die länderübergreifende Zusammenarbeit am Markt gefragt sind.“ Die Leitung wird als Neubau in neuer Trasse realisiert und dient unter anderem dem Ziel, die Übertragungskapazität zwischen Deutschland und Dänemark zu erhöhen. Außerdem ist sie für den Abtransport des an der Westküste erzeugten Windstroms Richtung Süden Deutschlands dringend erforderlich. Das bestehende Stromnetz in Schleswig-Holstein ist aufgrund der zunehmenden Einspeisung Erneuerbarer Energien bereits an seiner Belastungsgrenze angekommen.

Derzeit verläuft entlang der neuen 380-kV Trasse eine 110-kV-Trasse, die sich an fünf Punkten kreuzen. Um einen 1-systemigen Betrieb der 110-kV-Leitung zu erhalten, müssen an den Kreuzungsstellen umfangreiche Provisorien mit Baueinsatzkabeln und Freileitungsportalen errichtet werden. Insgesamt werden von EQOS Energie circa 58 neue Maststandorte unter Einbezug von 5.500 Tonnen Maststahl errichtet und über 22 Kilometer Hochspannungsseile gezogen. Anschließend werden 57 alte Masten der 110-kV Leitung demontiert.

Eine besondere Herausforderung bei der Einbringung der Masten in über 20 Meter Tiefe sind die schwierigen Bodenverhältnisse. Daher werden die Masten hauptsächlich in Tiefgründungen errichtet. Zudem ist die Erreichbarkeit der Standorte eingeschränkt.