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EQOS Energie übernimmt einen Teilabschnitt des Neubaus der 380 kV-Leitung zwischen Wesel und Dörpen

Modernisierung des Stromnetzes im Zuge der Energiewende erfordert Neubau einer 180 km langen Strecke für die Amprion GmbH.

Einer der vier Übertragungsnetzbetreiber des Höchstspannungs-Stromnetzes in Deutschland, die Amprion GmbH, beauftragte EQOS Energie mit einem Bauabschnitt des Neubaus der 380 kV-Leitung zwischen Wesel (Nordrhein-Westfalen) und Dörpen (Niedersachen). Insgesamt beträgt die zu erneuernde Strecke 180 km, von der 16,8 km durch EQOS Energie realisiert werden. Grund für diese Maßnahme ist das Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG), das im Zuge der Energiewende für einen notwendigen Netzumbau und -ausbau beschlossen wurde. Um die Höchstspannungsleitungen aus- und umzubauen, erfordert es den starken Einsatz von Übertragungsnetzbetreibern und ausführenden Firmen wie EQOS Energie gleichermaßen.

Strukturierte Planung begleiten umfangreiche Arbeiten

Die Verbindung zwischen Wesel und Dörpen wird seit Januar 2021 vornehmlich als Freileitung errichtet. Daher gehören sowohl die Gründung mit Bohrpfählen als auch entsprechende Vormontage sowie das Stocken und die Montage der Seilzüge zu den anstehenden Aufgaben des Infrastrukturdienstleisters. Dabei wird die bereits vorhandene Trasse einer 220 kV-Leitung in den anstehenden Arbeiten genutzt und schließlich durch die neue Leitung ersetzt. „Wir werden 2021 hauptsächlich mit den Gründungsarbeiten beschäftigt sein“, berichtet Mario Kraatz, Leiter des ausführenden Profit Centers aus der Sparte Freileitungsbau, über den aktuellen Zeitplan. „Etwa zur Jahresmitte wird unser Team außerdem damit beginnen, die Masten zu stocken.“ Insgesamt 47 Masten werden bis zum Ende des Bauabschnittes im Sommer 2023 errichtet, im kommenden Jahr soll der Seilzug zwischen diesen beginnen. Aktuell sind für die Arbeiten rund 3.500 t Stahl und ca. 200 Seiltrommeln veranschlagt.

Besondere Vorkehrungen bei den Arbeiten im Wasserschutzgebiet

Ein Abschnitt des gewonnenen Los bedarf spezieller Aufmerksamkeit: „Der Mastbereich 198-202 befindet sich bei den Haddorfer Seen und somit in einem Wasserschutzgebiet. Das erfordert natürlich besondere Sorgfalt durch unser Team. Dort leben Fischotter und Kiebitze, welche vor den Arbeiten geschützt werden müssen“, so Kraatz. Um den Lebensraum der Tiere nicht zu gefährden, wird die Baumaßnahme ökologisch begleitet. Dies bedeutet auch die Berücksichtigung diverser Vorgaben und hoher Auflagen: So verwendet EQOS Energie beispielsweise biologisch abbaubares Öl und in dem zweijährig angelegten Projekt müssen Bauausschlusszeiten berücksichtigt werden. Dies bedeutet u. a., die Brutzeiten der dort ansässigen und geschützten Tierarten zu beachten und die Baumaßnahme entsprechend anzupassen.


Grafik: TenneT TSO GmbH