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„Das Handwerk von der Pike auf gelernt“

Gerne gibt Manfred seine jahrelange Bahntechnik-Erfahrung an jüngere Kollegen weiter.

Interview mit Manfred, stellvertretender technischer Geschäftsfeldleiter in der Business Unit Bahntechnik bei EQOS Energie

Im österreichischen Fahrleitungsbau ist Manfred (67) aus St. Valentin ein echtes Urgestein, einer der Besten in der Branche. Obwohl er schon längst seinen wohlverdienten Ruhestand genießen könnte, gibt er stattdessen immer noch sein Wissen weiter. Von seinem großen Erfahrungsschatz profitiert dabei ganz besonders die nächste Generation in der Fahrleitung bei EQOS Energie.

Die Arbeitssicherheit ist bei uns ein ganz entscheidender Aspekt. Diese stelle ich bei den Jungtechnikern immer in den Mittelpunkt. Unsere Arbeit birgt Risiken, aber die sind durchaus kalkulierbar. Die Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz hängt vor allem auch von einer guten Projektplanung ab. Es darf in unserem Beruf einfach keinen Schlendrian geben. Die Arbeit muss sitzen, dann kann nicht viel passieren. Abgesehen davon ist ein gesunder Menschenverstand wichtig. An diesen appelliere ich gleichermaßen immer bei den Jungtechnikern.

In unserem Bereich haben wir alle ein recht gutes und kameradschaftliches Verhältnis. Einige der Bahntechniker von EQOS Energie wohnen sogar im selben Ort. Wir sehen uns dann auch schon mal am Wochenende, mein Sohn ist da also keine Ausnahme. Als Obermonteur ist er allerdings mehr draußen unterwegs als ich. Die Zusammenarbeit läuft aber genauso wie mit allen anderen Monteuren auch: Wenn etwas ist und sie nicht weiter wissen, dann rufen sie mich an. Ich mache da keine Unterschiede.

» Ich denke, wenn es der Firma gut geht, dann geht es mir auch gut. «

Eigentlich hätte ich schon im Juli 2012 ganz regulär in Pension gehen können. Es gab dann aber personelle Veränderungen und da habe ich keine Sekunde gezögert und angeboten, noch ein weiteres Jahr zu bleiben um unser junges Team weiter zu unterstützen. Es macht mir Spaß mit ihnen zu arbeiten und mein Wissen mit allen zu teilen. Ich denke, wenn es der Firma gut geht, dann geht’s mir auch gut. Aus einem weiteren Jahr sind so mittlerweile vier geworden. Jetzt habe ich aber wirklich zum letzten Mal verlängert, dann ist tatsächlich Schluss – vorerst …

Auf unsere Projekte am Linzer Hauptbahnhof bin ich besonders stolz. Seit 2012 haben wir dort Projekte in den verschiedensten Größen abgewickelt. Da der Hauptbahnhof Linz zu einem der größten in Österreich gehört, sind die Arbeiten meist sehr komplex und anspruchsvoll. Die einzelnen Bauphasen der Projekte erstreckten sich teils über mehrere Jahre und die Koordination mit den anderen Gewerken erfordert manchmal besonderes Organisationstalent. Da die Umbauten neben dem laufenden Betrieb stattfinden, können immer nur einzelne Leitungsabschnitte in Nachtschichten an Wochenenden abgeschaltet werden, dementsprechend sind unsere Tätigkeiten nicht ganz ungefährlich. Bei heiklen Arbeiten setzen wir wenn möglich immer dasselbe Team ein, weil dieses die Örtlichkeiten am besten kennt und wir somit die Gefährdungen auf das geringstmögliche Maß reduzieren können. Die Projekte dort sind reibungslos verlaufen und dann kam auch noch die Bestätigung vom Kunden, dass er äußerst zufrieden ist – das hat mich schon sehr gefreut.